09. April 2026

Mehrweg leicht gemacht: Tiefzieh-Tray macht den Unterschied

Wenn man Erwin Plettig nach dem Mehrweg-System seines Gartenbaubetriebs fragt, strahlt er über das ganze Gesicht. „Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gehören einfach zur Philosophie unseres Betriebs“, sagt er. „Ergänzend zum Einsatz von HVO-Diesel und recyclingfähigen Töpfen aus Post-Consumer Rezyklat haben wir gemeinsam mit Pöppelmann TEKU® ein Mehrwegtray entwickelt, welches sehr gut bei den Kunden ankommt. Sie sind begeistert, genauso wie wir. Statt fünf Einweg-Trays haben wir jetzt ein Premium-System und sparen enorme Mengen an Plastikabfall.“

 

Der 35-jährige Österreicher führt den traditionsreichen Gartenbau- und Familienbetrieb Blumen Plettig KG in Stallhofen in dritter Generation. Plettig beliefert insgesamt circa 150 Kunden – Gartenbaubetriebe und kleinere Blumenläden sowie auch eine österreichische Gartencenter-Kette.

 

93% Rücklaufquote – und kein Cent extra

 

Seitdem die erste Lieferung der Mehrweg-Trays von TEKU® im März 2024 bei Plettig abgeladen wurde, sind hier Einweg-Trays Geschichte. „Wir haben uns damals gesagt: Wir machen‘s einfach“, erinnert sich Erwin Plettig lachend. „Die Markteinführung in der Hauptsaison war mutig und trotzdem zukunftsorientiert.“  Er erzählt, dass die Kunden fragten: „Und was kostet das?“ Die Antwort sei einfach gewesen: „Das kostet nichts. Wir möchten die Trays nur zurückhaben.“

 

Und das klappt noch besser als erwartet: Im Jahr 2025 hat Plettig insgesamt über 80.000 Trays ausgeliefert und bis auf die noch im Umlauf befindlichen circa 5.000 Stück sind alle Trays wieder zurückgekommen. Dies entspricht schon jetzt einer Rücklaufquote von mehr als 93 Prozent. 

 

Plettig betont, dass die betriebseigene Logistik natürlich ein großer Vorteil für die Verwirklichung des eigenen Mehrweg-Systems ist. Fünf firmeneigene LKW sind in der Saison österreichweit und in Slowenien unterwegs. Doch könnten die Vorteile des Mehrweg-Trays auch in anderen Sammelkonzepten branchenweit Mehrwerte bringen, ist er sich sicher. Das Feedback der Kunden ist auf jeden Fall überaus positiv: „Sie freuen sich darüber, dass sie weniger Müll produzieren und so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

 

Von der Idee zur Branchenlösung: Wie TEKU® und Plettig gemeinsam die Zukunft gestalten

 

Das sind Worte, die Dirk Moormann gern hört: Schließlich macht dieses Feedback deutlich, dass sich die intensive Entwicklungsarbeit an diesem ressourcenschonenden Produkt gelohnt hat. Moormann ist bei TEKU® als Area Sales Manager für die Kunden im deutschsprachigen Raum zuständig. Er erinnert sich noch sehr gut an die ersten Gespräche mit der Familie Plettig. „Das muss so 2022 gewesen sein. Die Firma Plettig war fest entschlossen, ein Mehrweg-System einzuführen.“ Erwin Plettig beschreibt es so: „In dem Tray sind unsere Praxiserfahrungen und das Know-how bei Pöppelmann perfekt miteinander verbunden. Und daher war TEKU® für dieses Projekt der perfekte Partner.“

 

Damals setzte die TEKU®-Produktentwicklung alles daran, die optimale Lösung für ein sowohl stabiles als auch leichtes Tray zu finden. Schnell fokussierte man sich auf das materialsparende und kostengünstigere Tiefziehverfahren. Heute ist das recyclingfähige Tray – hergestellt aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) und damit auch ein Beitrag für die Kreislaufwirtschaft – mit rund 300 Gramm etwa 260 Gramm leichter als vergleichbare Spritzguss-Mehrweg-Trays im Markt. „Der Unterschied bedeutet auch im Arbeitsalltag eine gravierende Entlastung der Mitarbeiter“, erzählt Erwin Plettig und verweist auch auf die anatomisch angepasste Griffmulde, die zudem den Tragekomfort erheblich verbessert. 

 

 Ein Tray, fünf Größen: Wie ein Universal-System die Logistik vereinfacht

 

Darüber hinaus ist mit diesem Mehrweg-Tray ein weiterer bedeutender Vorteil verbunden: „Früher verwendeten wir fünf verschiedene Tray-Größen. In unserem Mehrweg-System ist nun eins für verschiedene Topfgrößen nutzbares Universal-Tray im Umlauf. Ausgelegt ist das Tray für 12 cm und 13 cm Rundtöpfe sowie 11x11 cm Vierkanttöpfe.  Außerdem ist er durch die Bodenlöcher sowohl für den Transport als auch die Kultivierung geeignet. Das Tray ist einfach perfekt“, so Erwins Fazit. In den vergangenen zwei Jahren haben die Trays sicherlich bereits 15 Umläufe hinter sich und zeigen keine Abnutzungserscheinungen. Er ergänzt: „Ich gehe davon aus, dass mindestens nochmal 50 Umläufe möglich sind.“

 

Warum Plettig mit dem Mehrweg-System schon heute für 2030 gerüstet ist

 

Als Erwin Plettig vor mehr als vier Jahren erstmals mit seinem Vater über die Idee eines betrieblichen Mehrweg-Systems für Pflanzentrays sprach, spielte für sie die EU-Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) noch keine Rolle. Mittlerweile muss sich die Branche auf Vorgaben für einen verpflichtenden Einsatz von Mehrwegtrays ab 2030 einstellen. Erwin Plettig sieht sich auf seinem Weg bestätigt: „Wissen ist Macht. Wenn die gesetzliche Regelung kommt, haben wir bereits mehrere Jahre Erfahrung gesammelt.“

 

Das gilt auch für die Projektbeteiligten bei TEKU®: Durch die Zusammenarbeit mit der Firma Plettig erweiterten sie ihr Know-how für die Entwicklung von Mehrwegtrays im materialsparenden Tiefziehverfahren. So konnte der Gartenbauspezialist aus Lohne auf der diesjährigen IPM drei verschiedene universell einsetzbare tiefgezogene Mehrwegtrays, die das gesamte Spektrum der Topfgrößen 8–13 cm abdecken, präsentieren. Diese Mehrwegtrays sind standardmäßig ab Lager verfügbar, können von Einzelhändlern und Gärtnern genutzt und optional auch mit einem RFID-Label versehen werden.

 

Bild: Leicht, stabil und flexibel einsetzbar: Die Mehrwegtrays von Pöppelmann TEKU® vereinen geringes Gewicht mit hoher Stabilität und eignen sich perfekt für Anzucht und Transport der Pflanzen.


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Pflanzen stehen in Töpfen in einer Gärtnerei für den Verkauf bereit.