KI-Hackathon Hansalinie inklusive Pöppelmann-Challenge
13 Unternehmen, 13 Challenges und 2 intensive Tage: Beim KI‑Hackathon Hansalinie in Vechta wurde sichtbar, wie aus ersten Ideen innerhalb kürzester Zeit tragfähige KI‑Lösungen entstehen können – und zwar auch für Pöppelmann. Die Veranstaltung Anfang Juni in den VEC-Hallen Vechta bot Unternehmen die Möglichkeit, eigene Fragestellungen aktiv einzubringen.
Hauptinitiatoren waren der Verein Wachstumsregion Hansalinie e. V. gemeinsam mit dem Landkreis Vechta, der Stadt Vechta, dem Halbleiterhersteller AMD und der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Vechta-Diepholz. „Wir haben die Veranstaltung ganz bewusst nicht als Einzelprojekt, sondern als starkes Gemeinschaftsformat angelegt“, erklärt Paul Bauer. Bauer. Er ist Projektmanager des Vereins Wachstumsregion Hansalinie, eines regionalen Zusammenschlusses der Landkreise Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg, Osnabrück und Vechta zur Stärkung des gemeinsamen Wirtschaftsraums.
Abschluss-Pitches vor gut 200 Gästen
Das KI-Hackathon Hansalinie rückte die konkrete Entwicklung von KI-Lösungen für Unternehmen in den Fokus. Unternehmen brachten konkrete Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag mit, Studierende der PHWT und weitere Beteiligte entwickelten innerhalb von 48 Stunden kreative und praxisnahe Lösungsansätze. Dies gelang auch für die Aufgabe, die das Pöppelmann-Marketingteam für den Hackathon eingereicht hatte: die Entwicklung eines KI-Agenten, der zielgruppengenau jeweils angepasst an den individuellen Wissenstand des Kunden über neue Gesetzesvorgaben zur Rezyklatverarbeitung und passende Pöppelmann-Produktlösungen informiert.
Nach zwei intensiven Veranstaltungstagen wurden die Ergebnisse im Rahmen der Abschluss-Pitches auf der Bühne der Arena vor gut 200 Gästen präsentiert. Der KI-Hackathon Hansalinie wurde damit zu einem großen Erfolg für die Region und zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Studierenden, Technologiepartnern und Wirtschaftsförderung steckt. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, innerhalb von zwei Tagen fertige Unternehmenslösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen vielmehr realistische Ansatzpunkte, belastbare Entscheidungsgrundlagen und mögliche nächste Schritte für die beteiligten Unternehmen.
Die Pöppelmann-Challenge
Die Pöppelmann-Themengeber Tanja Sprehe, Bereichsleiterin Marketing und Innovation, Felix Glück (KI-Experte im Team MORGEN) und Jonas Kalwa (Werkstudent) zeigten sich beeindruckt vom Ergebnis, an dem auch Fynn Klug, dualer Student im Unternehmen, getüftelt hatte. „Mit dem Transfer in unser Pöppelmann-KI-System MIA sind zwar noch Herausforderungen verbunden, doch der Kampagnen-Agent zeigt beeindruckende Möglichkeiten auf, wie die KI angesichts hochkomplexer neuer Regularien unsere Kundenkommunikation sinnvoll ergänzen kann.“
Für die Veranstalter zog Paul Bauer ein erstes Fazit: „Der KI-Hackathon Hansalinie hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Unternehmen, Studierende, Hochschulen, Technologiepartner und Expertinnen und Experten gemeinsam an konkreten Fragestellungen arbeiten. Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell aus realen Herausforderungen greifbare Lösungsansätze wurden. Für die Region ist das ein starkes Signal: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind keine Zukunftsthemen irgendwo anders, sondern finden hier vor Ort statt: praxisnah, mittelstandsorientiert und mit einem starken Netzwerk im Rücken.“
Bauer betont, dass das Thema KI weiter im Fokus der Organisatoren bleiben wird: „Die vielen positiven Rückmeldungen aus Unternehmen, Hochschule, Netzwerk und von den Studierenden zeigen, dass der Bedarf und das Interesse sehr groß sind. Für uns ist daher klar: Wir möchten an dieses Format anknüpfen – sei es durch eine Fortsetzung des Hackathons, durch weitere KI-Dialoge, konkrete Folgeprojekte oder den weiteren Ausbau eines regionalen KI- und Digitalisierungsnetzwerks.“