Weihnachtspende bringt vierfache Hilfe für Kinder in Not
Eine jahrzehntealte Tradition verbreitet immer wieder neue Freude, diesmal sogar vierfach: Mit insgesamt 40.683,56 Euro erreichte die Weihnachtsspendenaktion 2025 des Pöppelmann-Betriebsrates den bisherigen Höchststand. Diese hohe Gesamtsumme führte in diesem Jahr zu einer Erweiterung der Aktion: „Durch die Großzügigkeit aller Beteiligten können wir in diesem Jahr sogar vier sozial engagierte Vereine unterstützen“, erklärte Betriebsratsvorsitzender Christoph Tölle bei der Scheckübergabe.
Bei der Sammlung des Betriebsrates im vergangenen Advent spendeten die Mitarbeitenden insgesamt 16.020,62 Euro. Jeder Euro zählte doppelt: Denn erneut kündigte die Familie Pöppelmann in der Betriebsversammlung vor Weihnachten die Verdoppelung des Betrags an. Zusätzlich floss diesmal der Erlös des internen Verkaufs ausgemusterter Pöppelmann-Transportkisten in den Spendentopf.
Die Kolleginnen und Kollegen hatten im Rahmen eines digitalen Vorschlags- und Auswahlverfahrens selbst darüber entschieden, welche Vereine und Institutionen mit dem Geld unterstützt werden sollten. Das Ergebnis: Jeweils 10.170,89 Euro gingen jetzt an das Kinderheim Kleine Strolche in Asendorf (Landkreis Diepholz), an den Verein Hilfe für krebskranke Kinder in Vechta, das Kinderhospiz Löwenherz in Syke und das Christliche Kinderhospital Osnabrück.
„Wir haben eine junge Belegschaft, viele sind selbst Eltern. Darum ist es hier vielen ein großes Anliegen, Kindern in Not zu helfen“, erklärte Geschäftsführer Christian Schwarck. Doch Geld allein helfe nicht, machte er deutlich. „Mit Ihrem persönlichen Einsatz schenken Sie Betroffenen in schweren Lebenssituationen Zuversicht“, dankte er den Vertretern der begünstigten Organisationen. Gesellschafter Maximilian Forst betonte, wie wichtig langfristige und verlässliche Unterstützung für die Kinder und ihre Familien sei. „Das machen Sie mit Ihrem Engagement möglich und dafür sind wir sehr dankbar“, hob er den Stellenwert der sozialen und ehrenamtlichen Arbeit hervor.
Kinderkrebshilfe Vechta
Beim Austausch im Rahmen der Spendenübergabe wurde deutlich, wie vielfältig die Unterstützung der sozial Engagierten für die Jüngsten der Gesellschaft ist. So erzählten Manuela Bröring und Martina Behrens (Kinderkrebshilfe Vechta) von einem Mädchen, das nicht Rad fahren konnte, weil starke Medikamente den Gleichgewichtssinn zu sehr beeinträchtigten. „Doch mit Hilfe von Spenden konnten wir die Familie mit einer speziellen Radanfertigung unterstützen. Die Achtjährige strahlte vor Freude, als sie das erste Mal vorn sitzen und den Lenker halten konnte.“
Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz Syke
Für das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke schilderte Bernhard Wienand, wie in dieser Einrichtung unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche mit ihren Familien begleitet und gestärkt werden. „Viele unserer Angebote, mit denen wir auch den Eltern und Geschwistern Rat und Halt geben, können wir nur durch Spenden finanzieren.“
Kinderheim Kleine Strolche in Asendorf
Mit Bestürzung reagierten die Anwesenden auf den Einblick, den Felix Bergmann (Kinderheim Kleine Strolche) in die Arbeit dieser Einrichtung in Asendorf (Landkreis Diepholz) gab: Das Kinderheim hat 60 Plätze für traumatisierte Kinder im Alter zwischen null und sechs Jahren, die nach sexuellem Missbrauch, schwerer Misshandlung und Vernachlässigung aus ihrer Familie genommen werden müssen. Der Bedarf an solchen Plätzen sei deutschlandweit enorm hoch. „Die Kinder sind oft länger als ein halbes Jahr bei uns und darum ist es uns so wichtig, sie nicht nur zu betreuen, sondern auch Therapieangebote machen zu können“, sagte Bergmann. Das Therapiezentrum werde komplett durch externe Geldgeber finanziert. Dabei werde die große Spende aus Lohne sehr helfen, dankte er.
Christliches Kinderhospital Osnabrück
Die vierte Spende überreichte eine Delegation des Betriebsrates vor Ort: Sie geht an das Christliche Kinderhospital in Osnabrück, und wird dort für die kindgerechte Ausstattung der Räumlichkeiten verwendet. Hospital-Sprecher Jörg Holzapfel erklärte den Hintergrund: „Für Familien, die mit ihren zum Teil schwerkranken Kindern hierherkommen, ist der Aufenthalt oft mit sehr belastenden Situationen verbunden. Wir bieten ein Umfeld, in dem wir sie auffangen und familiengerecht begleiten können.“ Dazu gehörten die Einrichtung von Eltern- und Gesprächszimmern und Spielmöglichkeiten sowie auch die Anschaffung kindgerechter Diagnosegeräte, die nicht von der Krankenkasse finanziert würden.
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Weihnachtsfreude mit Langzeitwirkung: von links Thorsten Olberding (Betriebsrat), Nils Uptmoor (Betriebsrat), Christian Schwarck (Geschäftsführer), Felix Bergmann (Kinderheim Kleine Strolche), Florentine Langner (Betriebsrat), Manuela Bröring (Kinderkrebshilfe Vechta), Maximilian Forst (Familie Pöppelmann), Martina Behrens (Kinderkrebshilfe Vechta), Doris Böckmann (Betriebsrat), Harald Eilers (Betriebsrat), Bernhard Wienand (Kinderhospiz Löwenherz), Christoph Tölle (Betriebsratsvorsitzender). Die Spende für das Christliche Kinderhospital Osnabrück wurde vor Ort überreicht.