Ab 2032: 15% PCR-Pflicht in der Automobilindustrie
Die geplante EU-Verordnung zu End-of-Life Vehicles (ELV) soll den Einsatz von Rezyklaten in der Automobilindustrie deutlich erhöhen. Ziel ist es, den Kunststoffkreislauf im Fahrzeugbau zu stärken und Kunststoffe aus Altfahrzeugen wieder verstärkt in neuen Fahrzeugen einzusetzen.
Nach dem aktuellen Vorschlag gelten für Kunststoffe in neu zugelassenen Fahrzeugen stufenweise steigende Rezyklatquoten:
Die EU-Verordnung zwingt Sie zu PCR-Materialien – keine Ausnahme, keine Verzögerung.
ELV-Ready Komponenten sind meist 15-25% teurer. Ihre Kalkulation bricht zusammen. Aber Verzicht kostet Ihnen den OEM-Auftrag.
Standard-Zulieferer haben keine zertifizierten Alternativen. Ihre bisherigen Suppliers sind nicht ELV-Ready. Neue Partner brauchen Monate zur Qualifizierung.
Prototypen/Produktion müssen jetzt starten. Entwicklungszyklen sind fest. Keine Zeit für Experimente mit neuen Materialien.
Sie wissen nicht: Welche PCR-Materialien sind wirklich OEM-zertifiziert? Wer garantiert die Compliance über die ganze Lieferkette?
Hunderte von Komponenten. Jede braucht eine andere Lösung. Die Koordination wächst zur Unmöglichkeit. Ein Fehler stoppt die ganze Linie.
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Alle Materialien zertifiziert. Nachweise komplett. OEM-Qualifizierung abgeschlossen.
Kein Warten. Kein Sourcing-Chaos. Stock vorhanden. Lieferfähig innerhalb von 2 Wochen.
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Vollständige Traceability. Compliance-Reports. Audits. Alles dokumentiert. Alles zertifizierbar.
Keine Testprojekte – echte Serienanwendungen, die heute auf der Straße fahren.
Mit unserem Bauteil setzen wir Maßstäbe: Die Aufsatzkonsole besteht aus 100 % Post-Consumer-Rezyklat aus Altfahrzeugen und zeigt, was im geschlossenen Materialkreislauf bereits heute möglich ist.
Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der künftigen ELV-Anforderungen: Kunststoffe aus ausgedienten Fahrzeugen werden aufbereitet, für neue Anwendungen qualifiziert und erneut in Automotive-Bauteilen eingesetzt. So entstehen Lösungen, die Ressourcen schonen, CO₂-Emissionen reduzieren und den Kunststoffkreislauf im Fahrzeugbau stärken.
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Die wichtigste Quelle für Post-Consumer-Rezyklate sind derzeit Verpackungsabfälle, daher sind vor allem die Kunststoffe Polypropylen, Polyethylen und PET gut verfügbar. Für technische Kunststoffe wie Polyamid, Polycarbonat oder ABS gibt es nur sehr wenige Quellen für Post-Consumer-Rezyklaten.
Pöppelmann hat in mehreren Projekten gezeigt, dass Polypropylen aus Verpackungsabfällen und aus dem Altautorecycling heute schon für Serien-Anwendungen in Fahrzeugen geeignet ist. Ein Beispiel ist der Halter Soundgenerator, ein Bauteil fürs Exterieur, hergestellt im Spritzguss aus einem PCR-PP GF 30 und schon seit 2019 im Serieneinsatz.
Der mögliche PCR-Anteil ist bauteilspezifisch und hängt von den technischen Anforderungen ab. Die Herstellung von Bauteilen aus Post-Consumer-Rezyklat ohne den Zusatz von Neuware ist möglich, es kann aber auch sinnvoll sein, eine Mischung aus Neuware und Rezyklat zu verwenden.
Ein konkretes Beispiel von Pöppelmann für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklat aus Altfahrzeugen ohne den Zusatz von Neuware ist die Aufsatzkonsole aus PCR-PP-EPDM.
Post-Consumer-Rezyklate sind in der Regel eine Mischung aus verschiedenen Kunststoffen, die die Eigenschaften des Rezyklates bestimmen. Die Vielfalt an spezifischen Varianten ist deutlich kleiner als bei Kunststoff-Neuware. Zudem kann es bei Rezyklaten aus der vorherigen Nutzung zu Verunreinigungen, zur Geruchsbildung oder auch zum Abbau der Polymerketten kommen.
Um aus Post-Consumer-Rezyklaten technische Kunststoffbauteile in einer reproduzierbaren Qualität zu erzeugen, hat Pöppelmann in den letzten Jahren in die eigene Materialexpertise investiert. Qualitätsprüfung und Sicherheitsstandards für Rezyklate sind dabei zentral: Das Prüflabor führt spezifische Wareneingangsprüfungen durch, die Materialentwicklung entwickelt anwendungsspezifische Rezyklat-Compounds und in der Compoundierung werden hochwertige Rezyklate im Haus produziert.
Post-Consumer-Rezyklate werden in immer mehr Anwendungen im Fahrzeugbau eingesetzt. Aufgrund der hohen Verfügbarkeit sind dies vor allem Produkte aus Polypropylen und anderen Verpackungskunststoffen. Da Rezyklate häufig optisch verunreinigt und nicht geruchsneutral sind, werden sie meistens im Exterieur eingesetzt.
Neben bestehenden Serienprodukten aus PCR fürs Exterieur, steht aktuell (Frühjahr 2026) die Serieneinführung des Halters Schacht Fußraum aus einem PCR-PP für den Einsatz im Fahrzeuginnenraum bevor.
Der Einsatz von Post-Consumer-Rezyklat reduziert den Bedarf an Erdöl für die Kunststoffproduktion und verhindert die thermische Verwertung (Verbrennung) von Kunststoffabfällen, für die keine Nachfrage besteht. Dadurch sind die Treibhausgasemissionen für ein mechanisch recyceltes Post-Consumer-Rezyklat häufig deutlich niedriger als die Treibhausgasemissionen für eine Kunststoff-Neuware.
Pöppelmann berechnet und dokumentiert für seine Kunden schon in der Projektphase die voraussichtlichen Emissionen an Treibhausgasen (THG) eines Produktes und vergleicht dabei in der Regel auch verschiedene Optionen aus Neuware und aus Rezyklat. Beim Halter Soundgenerator sind die produktbezogenen Treibhausgasemissionen (cradle-to-Pöppelmann-gate) um 46% niedriger als bei der Variante aus Neuware.
Das Whitepaper von Pöppelmann K-TECH zeigt, welche Auswirkungen die geplante ELV-Verordnung auf den Einsatz von Kunststoffen im Fahrzeug hat - und wie sich Unternehmen heute darauf vorbereiten können.
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