Vielfalt braucht Klarheit. – Universal Design in der täglichen Praxis.

Christoph Majchszak, Produktdesigner bei Pöppelmann, achtet auf die Umsetzung des internationalen Design-Konzepts. Er gestaltet Produkte derart, dass sie für möglichst viele Menschen ohne Anleitung nutzbar sind.

Gutes Design trägt zur intuitiven Benutzung komplexer Produkte bei und ist zudem gestalterisch anspruchsvoll. Universal Design hingegen ist die Antwort auf einen Trend, der Generationen verbindet: Der Wunsch nach einer neuen Einfachheit, in Verbindung mit innovativer Technologie, gutem Design und einer hohen Benutzerfreundlichkeit. Es gibt zahlreiche Unterschiede in den heutigen Lebenswelten von Jungen und Alten, von Gesunden und Kranken, von Menschen mit und ohne Handicap. Eine neue Besinnung auf Verständlichkeit und Handhabung ist gefragt und bedingt ein Umdenken – auch in der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Der Geschäftsbereich FAMAC® des Lohner Familienunternehmen Pöppelmann stellt sich bei der Entwicklung und Fertigung von Kunststoffprodukten für die Nahrungsmittelindustrie, die Kosmetik- und Pharmabranche sowie für die Medizintechnik den immer schnelleren Entwicklungen der Märkte. Und entwickelt Produkte, die sinnvoll und intelligent gestaltet, intuitiv benutzbar und fehlertolerant sind. 

Der Ansatz: Gutes Design muss innerhalb verschiedener Lebenswelten funktionieren.

„Universal Design ist dabei kein gestalterischer und funktionaler Kompromiss, sondern das Resultat einer genaueren Betrachtung des Nutzers, der verschiedenste Eigenschaften und Bedürfnisse besitzt“, so Christoph Majchszak. „Marktfähigkeit, Marktpotenzial, Realisierbarkeit, Innovationsgrad und Nachhaltigkeit sind natürlich weiterhin zentrale Aspekte, die ich bei den Entwicklungs- und Designprozessen berücksichtige. – Universal Design ist hierfür die ideale Grundlage.“ Mit den demografischen Auswirkungen und Entwicklungen sind zahlreiche Unternehmen bereits heute konfrontiert. Diese erfordern in Zukunft deutliche Veränderungen und ein hohes Maß an Innovationsbereitschaft im Produktdesign. Die Produktgestaltung steht dabei in einer großen Verantwortung. Denn Funktionalität, Ergonomie, die richtige Wahl der Materialienbeschaffenheit und Bedieneroberflächen sind ebenso in dieser Disziplin verankert wie die Ästhetik. 

Design muss sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren.

Ein Beispiel aus der Praxis des Kunststoff-Spezialisten aus Lohne ist ein Süßstoff-Spender, den Christoph Majchszak für Pöppelmann FAMAC® im Auftrag der Firma Teekanne entwickelte. Der Kandisin Spender bietet mittels seiner Form einen sicheren Halt und eine einfache Handhabung. Die große Taste stellt ein klares Anzeichen der Funktion dar und ermöglicht eine einfache Bedienung. – Nicht, wie bei anderen Spendern mit einem gezielten Fingereinsatz, sondern viel einfacher: durch einfaches Zusammendrücken der Hand. Die Form des Spenders ist frei von scharfen Ecken oder Kanten. Leichte Rundungen und Schwingungen erzeugen eine natürliche Form. Das Design geht keine Kompromisse in der Gestalt ein. Es stigmatisiert nicht. Und wird dadurch zu einem Produkt, das den Grundgedanken des Universal Designs widerspiegelt.

Dieses Praxisbeispiel zeigt, dass Unternehmen, die das Potential erkennen und die Prinzipien des Universellen Designs in Entwicklungs- und Produktionsprozessen berücksichtigen, über kurz oder lang eine vorteilhafte wirtschaftliche Position einnehmen können. Denn Produkt- und Verpackungsdesign sind häufig die erste Kommunikation mit dem Verbraucher. Dementsprechend werden hohe Anforderungen an ein neues Produkt gestellt. Die Verwirklichung von Universal Design in konkreten Designprozessen kann somit auch gewinnbringend sein.

Lernen Sie Christoph Majchszak persönlich kennen.
Schauen Sie sich den Film an!

Pöppelmann FAMAC®
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