1. Pöppelmann-Forschersonntag knackt Besucherrekord des Industrie Museums Lohne

Heiße Rhythmen und viele Gespräche rund das Thema Kunststoff. Ein großes Lob für die Auszubildenden und viel Applaus für zwei „Kunststoff-Konzerte“.

Das Interesse war groß, die Resonanz enorm: Mit 1025 Besuchern schlug der 1. Pöppelmann-Forschersonntag am 18. November 2018 alle bisherigen Besucherrekorde des Industrie Museums Lohne. Noch nie zuvor seien so viele Gäste an einem einzigen Tag gezählt worden, sagte Ulrike Hagemeier, hauptamtliche Museumsleiterin. Auch die Pöppelmann-Geschäftsführer Torsten Ratzmann (Vorsitzender) und Norbert Nobbe äußerten sich begeistert über den Zuspruch, den die erstmalige Veranstaltung des Lohner Kunststoffunternehmens Pöppelmann gefunden hatte: „Dies erklärt sich wohl auch daraus, dass Lohne eine Stadt ist, die vom Kunststoff lebt“, sagte Norbert Nobbe, der vor allem dem Nachwuchs im Pöppelmann-Vorbereitungsteam des Forschersonntags großes Lob zollte: „Vor allem durch die Auszubildenden, die sich hier dermaßen engagiert präsentiert haben, konnten wir viele junge Leute ansprechen und für das Thema Kunststoff interessieren“, betonte Nobbe.

In einer ersten Nachbetrachtung erklärten Museumsleiterin Ulrike Hagemeier und Daniel Petter, Leiter des Pöppelmann-Technologiescoutings, die Entstehung der Idee für diese Veranstaltung: „Nach dem Kunststoff-Sonntag in diesem Februar kamen wir ins Gespräch darüber, ob nicht das Unternehmen Pöppelmann einmal einen Tag über die Kunststoffverarbeitung mitsamt Perspektiven und Herausforderungen im Industrie Museum gestalten könnte“, erklärte Ulrike Hagemeier. Dies war ein Ball, den man bei Pöppelmann nur zu gern auffing. Denn, so Daniel Petter: „Themen haben wir genug.“

Dies stellten die beteiligten Pöppelmänner und -frauen im Industrie Museum eindrucksvoll unter Beweis: Kindgerecht wurden an insgesamt zehn Entdeckerstationen – allesamt betreut von Pöppelmann-Azubis - die Grundlagen der Kunststoffverarbeitung nicht nur erklärt, sondern mit entsprechenden Maschinen auch gezeigt: Kinder, die nach dem Durchlauf der Stationen zehn Stempel auf ihrem Fragenzettel eingeheimst hatten, machten auf diesem Rundkurs erste Bekanntschaft mit Schredder, Extruder, Spritzguss- und Thermoform-Verfahren, 3-D-Druck, verschiedenen Kunststoffarten und Versiegelung einer Lebensmittelverpackung. Der Clou: Wer alle Fragen richtig beantwortete, bekam als Bonus zur Urkunde als „Kunststoff-Experte“ die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei Pöppelmann - nach erfolgreichem Schulabschluss.

Auf großes Interesse stieß die Präsentation von PÖPPELMANN blue ® – der unternehmensweite Initiative, in der aktuell unternehmensweit Konzepte für den verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoff als Werkstoff erarbeitet werden. Ziel ist es, Materialkreisläufe bei der Herstellung von Kunststoffprodukten zu schließen, zum Beispiel durch die Verwendung von Recyclingmaterial aus dem gelben Sack. Stets umlagert war der Stand des „Kunststoffmobils“, einer Initiative der Pöppelmann-Auszubildenden mit einem selbstgebauten Schredder als Attraktion. Mit modernen Mitteln wie einem interaktiven Eyefactive-Desk erklärte das junge Kunststoffmobil-Team das Vorhaben: Jeweils von einem Azubi-Jahrgang zum anderen wird der Staffelstab weitergegeben auf dem Weg, eines Tages mit einem Pöppelmann-Auflieger in Schulen und auf Veranstaltungen über die Arbeit und Aufgaben der Kunststoffbranche zu informieren. An ihrem Stand bepflanzten zahlreiche junge Besucher zudem Mini-Pflanztöpfe mit Kresse-Samen: Die kleinen Töpfe produzierte Pöppelmann aus Granulat, das aus alten Fischernetzen hergestellt wurde. Das Material stammt von der Initiative „Waste Free Oceans“, der das Lohner Kunststoffunternehmen als Partner beigetreten ist.

Zu den Höhepunkten dieses Tages gehörten zweifellos die zwei Kunststoff-Konzerte, für die der Lohner Schlagzeuger Carlo Runnebom in zwei Workshops mit den jüngsten Besuchern des Forschersonntags geprobt hatte. „Hier sind die Plastic Fantastics“, stellt er seine Ensembles vor, die mit furiosen Rhythmen für gute Laune an einem fantastischem Museumstag sorgten.