Geteilte Weihnachtsfreude mit Langzeitwirkung

Pöppelmann verteilt insgesamt 25.932 Euro an drei karitative Institutionen.

Der Pöppelmann-Betriebsrat sammelte, die Pöppelmann-Mitarbeitenden spendeten und die Familie Pöppelmann verdoppelte: Auf diese Weise kamen im Dezember 2019 insgesamt 25.932 Euro in der traditionellen Weihnachtspendenaktion des Unternehmens zusammen. Jetzt erreichte das Geld seine Empfänger: Betriebsratsvorsitzender Dieter Staggenborg, sein Stellvertreter Christian Arlinghaus und Betriebsratsmitglied Thorsten Olberding übergaben Spendenschecks in Höhe von jeweils 8644 Euro an die Vertreter der Aktion Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser im Oldenburger Land, der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof in Langförden-Deindrupp und die World Childhood Foundation.

Alljährlich organisiert der Betriebsrat die Sammelaktion und entscheidet auf Grundlage von Vorschlägen aus der Mitarbeiterschaft, an welche karitativen Institutionen der Gesamterlös verteilt werden soll. Gesellschafter Maximilian Forst und Geschäftsführer Norbert Nobbe dankten allen Beteiligten für ihr Engagement. Anlässlich der Spendenübergabe gaben die Vertreter von Childhood Deutschland, Sonnenhof Deindrup und Malteser einen beeindruckenden Einblick in ihre Arbeit und Projekte.

World Childhood Foundation

Die Arbeit der World Childhood Foundation stellten Geschäftsführerin Andrea Möhringer aus Stuttgart und der Ansprechpartner der Stiftung für die Region Weser Ems, Andreas Rießelmann aus Lohne, vor.

Königin Silvia von Schweden gründete die Stiftung im Jahr 1999. Deren Arbeit basiert auf der UN-Kinderrechtskonvention. Es ist das Ziel von Childhood Deutschland, insbesondere die Kinder, die Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren oder davon bedroht sind, zu unterstützen. Dazu gibt es verschiedene Childhood-Projekte, eines sind die „Childhood-Häuser“. Zwei dieser interdisziplinären Kompetenz- und Versorgungszentren gibt es bereits: am Universitätsklinikum Leipzig und in Trägerschaft des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Nun sollen weitere Childhood-Häuser in Berlin und Düsseldorf folgen. Das Geld aus der Pöppelmann-Spende soll in diese Vorhaben einfließen. Durch die Kooperation verschiedener Akteure in einem Childhood-Haus bleiben einem betroffenen Kind viele belastende Befragungen im Rahmen der Ermittlungen erspart. Denn in dieser Einrichtung wird es in kindgerechter Umgebung von nur einer Person - einem Richter oder einer Richterin - befragt. Zwar muss für Aussagen, die vor Gericht Bestand haben sollen, ein größerer Personenkreis die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Doch genau an diesem Punkt setzt die interdisziplinäre Kooperation an: Diese weiteren Beteiligten, beispielsweise Polizei, Jugendamt, Anwälte und Psychologen, sind im Childhood-Haus bei der Befragung aus einem Nebenraum zugeschaltet und können ihre Fragen an den richterlichen Ansprechpartner des Kindes übermitteln. So muss es nicht mehr vor Gericht aussagen.

Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e. V.

Die Vereinsvorstände Franz-Josef Wilkens und Conrad Traidel gaben Einblick in ihr Projekt, das mit der Gründung 1999 seinen Anfang nahm. Auf der Hofanlage im Vechtaer Ortsteil Langförden-Deindrup betreuen nach ihren Angaben mittlerweile 53 Angestellte 45 Erwachsene mit Förderbedarf im körperlich-motorischen sowie im geistigen Bereich. 25 von ihnen wohnen auf dem Sonnenhof, 20 werden täglich zuhause abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht. Der Sonnenhof werde nach anthroposophischen Grundsätzen geführt. Der Verein gebe den dort betreuten Menschen die Möglichkeit, eine ihren Fähigkeiten entsprechende sinnvolle Tätigkeit auszuüben. Zur Hofanlage gehören ein landwirtschaftlicher Arbeitsbereich, eine Tischlerei, eine Textilwerkstatt, eine Küche und ein Berufsbildungsbereich. Die Vereinsvorstände luden alle Interessierten zu einem Besuch auf dem Sonnenhof ein. Die Pöppelmann Spende werde das knappe Budget für die Freizeitgestaltung der Bewohner aufstocken und beispielsweise für Ausflüge genutzt werden, kündigten sie an.

Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser

Mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen erfüllen die Malteser im Oldenburger Land Sterbenskranken letzte Lebenswünsche. Meist seien diese Wünsche gar nicht so groß, wie man vielleicht meinen würde, erläuterte Jan Gelhaus, Malteser-Referent und engagiert im Projektteam. Viele wollten einfach noch einmal im Leben das Meer sehen, andere ihren Heimatort besuchen oder im Fußballstadion ihrem Lieblingsclub zujubeln. Seit 2018 haben das Herzenswunsch-Team bei 22 Fahrten insgesamt 10.000 Kilometer für bewegende und glückliche Momente zurückgelegt. Jan Gelhaus ermutigte Betroffene und deren Angehörige, sich bei den Maltesern unter Telefon 04442/92500 zu melden. Die Malteser hätten die Ausrüstung und die fachliche Kompetenz, auch schwerstpflegebedürftigen Menschen beispielsweise die Teilnahme an einer Familienfeier zu ermöglichen. Die Pöppelmann Spende fließe komplett in die Arbeit mit ein: Der Herzenswunsch-Krankenwagen werde ausschließlich aus Spenden finanziert und lebe vom Engagement der beteiligten Malteser.