Berufschancen. Machen wir. Im WERKZEUG-TECHNOLOGIE-ZENTRUM.

Daniel van der Meer. Vom Kfz-Mechatroniker zum Werkzeugmechaniker.

Blog Daniel Van Der Meer
Daniel weiß, wie man Kunststoff in Form bringt: Zum Beispiel mit diesem Werkzeug, hergestellt für die Produktion von Pöppelmann TEKU®-Pflanztöpfen. Foto: Michael Hellweg

29 Jahre ist Daniel alt – und damit der älteste in seiner Berufsschulklasse für angehende Werkzeugmechaniker an der Adolf-Kolping-Schule in Lohne. Dies lässt sich schnell erklären: Der Dinklager absolviert nämlich gerade seine zweite Ausbildung. Er hat bereits einen Beruf: Kfz-Mechatroniker. Sieben Jahre hat er schon als Geselle gearbeitet. „Da haben mich die Auszubildenden oft gefragt, wenn sie nicht weiterwussten.“

Nun ist er derjenige, der fragt. Denn Daniel ist noch mal ganz von vorn angefangen. Im August 2016.  Im WERKZEUG-TECHNOLOGIE-ZENTRUM (WTZ) des Lohner Kunststoffunternehmens Pöppelmann. „Ich habe vorher schon lange Zeit überlegt, dass ich noch mal etwas anderes machen möchte.“ Ein Bekannter, selbst Werkzeugmechaniker, brachte ihn auf die Idee, sich über dieses Arbeitsgebiet zu informieren. „Ich hab‘ dann gegoogelt und fand es immer spannender. Zumal ich auch vorher schon gehört hatte, dass dieser Beruf super sein soll.“ 

Hohe Erwartungen, in denen Daniel bis heute nicht enttäuscht wurde. „Ich habe diesen Schritt seit Beginn meiner Ausbildung keinen Tag bereut“, betont er. Und das hat viele Gründe. Daniel zählt sie auf: „Die Arbeit ist abwechslungsreich und total interessant, die Arbeitszeiten sind gut, und die Bezahlung passt auch. Auch schon in der Ausbildung bekommt man mehr als in anderen Berufen.“

Und was macht nun ein Werkzeugmechaniker überhaupt? Daniel erklärt: „Bei uns ist mit ,Werkzeug‘ nicht Hammer oder Schraubenzieher gemeint, sondern eine aus Stahlplatten hergestellte Form, die zur Herstellung eines Kunststoffteils genutzt wird.“ Um das Grundprinzip zu verstehen, kann der Gedanke an eine Gipsform helfen: So, wie in deren Hohlraum eine Figur geformt wird, entsteht in den Hohlräumen zweier zusammengesetzter Formen ein Kunststoffprodukt.

Ein Werkzeugmechaniker bearbeitet das Metall so, dass die Hohlräume genau dem gewünschten Kunststoffprodukt entsprechen:  Das kann bei Pöppelmann zum Beispiel ein technisch hoch anspruchsvolles Pumpensystem für den Medizinbedarf sein, ein Batteriehalter für ein E-Bike-Akku, ein Verschluss mit Gewinde oder auch ein Pflanztopf.  Daniel: „Bei manchen Werkzeugen kommt es auf ein Tausendstel-Millimeter an.“

Was die Arbeit im Werkzeug-Technologie-Zentrum bei Pöppelmann so interessant macht: Die Aufgabengebiete hier sind breit gefächert – vom 3-D-Druck zur Herstellung von Funktionsmustern über Konstruktion, Neubau und Bemusterung – dem Praxistest für ein neues Werkzeug – bis hin zur Reparatur. Und: Hinsichtlich der Anwendung innovativer Technologien ist das WTZ bei Pöppelmann in seiner Branche Spitzenreiter in der Region. Aktuell wird die sogenannte Fertigungszelle, in der mehrere Werkstücke gleichzeitig vollautomatisch gefräst, erodiert, gemessen und gereinigt werden können, um das Doppelte erweitert. Das heißt:  Im WTZ ist Automatisierung nicht nur ein Schlagwort, sondern Arbeitsalltag.

WTZ-Chef Hermann Winner begleitet diese technologische Entwicklung seit Jahren aktiv. Er sieht sehr gute Perspektiven für die derzeit über 140 Kolleginnen und Kollegen im Pöppelmann-Werkzeugbau. „Das Berufsbild im Werkzeugbau verändert sich grundlegend. Die Arbeit ist vielseitig und ohne Nachtschicht organisierbar. Wir freuen uns über Bewerber, die Lust haben, mit uns an technologischen Innovationen zu arbeiten.“ Und: „Aktuell suchen wir Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker. Auch für Quereinsteiger aus verwandten Berufen, die wir intensiv schulen können, ist das WTZ sicher ein interessanter Arbeitsbereich.“

Für Daniel ist das längst keine Frage mehr: „Ich fahre jeden Morgen zufrieden zur Arbeit“, sagt er. „Die Leute sind alle hilfsbereit und das Betriebsklima ist sehr gut.“ Normalerweise dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre. Daniel kann sie aufgrund seiner Berufserfahrung und seiner Leistungen um ein Jahr verkürzen. Er könnte sich auch durchaus vorstellen, später noch den Meister zu machen, sagt er. „Aber jetzt will ich erst einmal meine Ausbildung vernünftig abschließen. Dann sehen wir weiter.“ Dann setzt er seine Sicherheitsbrille auf.  „Ohne Sicherheitsbrille und -schuhe läuft hier nämlich gar nichts. Aber man gewöhnt sich schnell dran“, erklärt er lächelnd und verabschiedet sich in die Lernwerkstatt. Schließlich steht die Vorbereitung auf die Prüfung an.

 

Hast du Interesse an der Arbeit im WERKZEUG-TECHNOLOGIE-ZENTRUM? Auch Quereinsteiger sind willkommen.