Ausgezeichnet: Jannes Kröger ist Landessieger im Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker

Unser Kollege Jannes Kröger ist der beste Verfahrensmechaniker des Ausbildungsjahrgangs 2020 in ganz Niedersachsen: Der 22-jährige Lohner absolvierte seine Ausbildung im TEKU®-Spritzgussteam und ist nun – um ganz genau zu sein – „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik – Fachrichtung Formteile“. Nach dem Ausbildungsabschluss im Juli gehörte er zu den Prüfungsbesten im IHK-Kammerbezirk Oldenburg, nun folgt die Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen als Landessieger.

Was macht ein Verfahrensmechaniker eigentlich? Vielen ist dieser Beruf gar nicht bekannt. Dabei sind Verfahrensmechaniker in der Kunststoffbranche gefragte Fachkräfte – und zwar mit sehr guten Zukunftsaussichten. „Kurz gesagt sind wir dafür zuständig, die Produktionsmaschinen jeweils für die einzelnen Artikel umzubauen und den kompletten Prozess zu überwachen. Wir Verfahrensmechaniker sind dafür verantwortlich, dass alles klappt“, erklärt Jannes. Gern gibt der begeisterte Hobby-Fußballer, der für den Verein Grün-Weiß Brockdorf kickt, Einblick in sein Berufsbild.

Verfahrensmechanikerinnen und -mechaniker haben die Aufgabe, in der Produktion die computergesteuerten Spritzguss- oder Thermoformmaschinen sowie die Entnahmeroboter einzurichten sowie den gesamten Produktionsprozess im Blick zu haben. Jannes erläutert: „Für jeden Artikel – vom Pflanztopf bis zum Motorenbauteil – muss ein passendes Werkzeug in die Spritzguss- oder Thermoform-Maschine eingebaut werden. Manchmal reicht auch der Austausch eines Werkzeugeinsatzes.“ Um Missverständnissen vorzubeugen: In diesem Fall ist mit „Werkzeug“ nicht Hammer oder Schraubenzieher gemeint, sondern eine aus Stahlplatten hergestellte Form. Um das Grundprinzip zu verstehen, kann der Gedanke an eine Gipsform helfen: So, wie in deren Hohlraum eine Figur geformt wird, entsteht in den Hohlräumen zweier zusammengesetzter Formen ein Kunststoffprodukt.

Die Verfahrensmechaniker kennen die Abläufe in den zum Teil riesigen Maschinen und komplexen Produktionssystemen ganz genau. „Jede Maschine hat ihre eigenen Kniffe“, erklärt Jannes. „Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.“ Er und seine Kollegen sind für die Steuerung, Regelung und Überwachung des Verfahrens zuständig. Ausbildungsinhalte, die bei Pöppelmann nicht nur in der Praxis – sondern auch in der Theorie grundlegend vermittelt werden. Berufspädagoge Jens Haskamp vom Pöppelmann-Ausbilderteam erläutert die großen Vorteile, die die Neustrukturierung des Pöppelmann-Ausbildungszentrums vor gut einem Jahr mit sich brachte: Zusätzlich zur Lernwerkstatt im Werk 1 sind großzügige Räumlichkeiten im Werk 2 feste Anlaufstelle für den Berufsnachwuchs im technischen Bereich. „Die Anforderungen einer industriellen Ausbildung steigen enorm“, sagt Haskamp. An den Labor- und Werkbankplätzen im Ausbildungszentrum sind die Bedingungen für fundierte Unterweisungen optimal. Zudem können die jungen Leute sie für die Vorbereitung auf die Prüfungen nutzen.

Jannes‘ Ausbildungsschwerpunkt lag im Bereich Spritzguss in der Pöppelmann Division TEKU®. Hier haben die größten Maschinen eine Schließkraft von 800 Tonnen, einige Werkzeuge sind über sieben Tonnen schwer. „Wenn man so eines im Kran hängen hat, ist das schon beeindruckend“, beschreibt der junge Lohner eine Situation in seinen Arbeitsalltag. Dieser Einblick macht deutlich: Hier übernimmt er tagtäglich verantwortungsvolle Aufgaben. „Man muss ein Bewusstsein für Qualität haben. Das erwarten die Kunden, die später für das Produkt bezahlen, zu Recht von uns“, antwortet er auf die Frage, wie man einer solchen Verantwortung gerecht werden kann.“

Schon früh stand für Jannes fest, dass er bei Pöppelmann in sein Berufsleben starten wollte. Das Unternehmen war ihm von Kindheit an vertraut – wenn auch zunächst nur von außen. „Wir haben früher ganz in der Nähe gewohnt. Ich bin täglich mit dem Rad an dem Betrieb vorbeigefahren“, erzählt er. „Irgendwie dachte ich immer, dass ich dort einmal arbeiten wollte.“ Ein Schulpraktikum bestärkte ihn in diesem Ziel. „Da ist dann meine Entscheidung gefallen.“

Nach dem Abitur am Gymnasium Lohne – Leistungskurse: Mathe, Chemie und Physik – wechselte er vom Klassenzimmer in die Produktionshallen von Pöppelmann. Von Anfang an war ihm dabei klar, dass die Ausbildung nur eine erste Station sein sollte. „Ich habe schon bei der Bewerbung gesagt, dass ich später studieren möchte.“ Auch über ein Duales Studium habe er eine zeitlang nachgedacht. „Aber dann habe ich mir überlegt, dass ich mich lieber jeweils auf Ausbildung und Studium konzentrieren möchte.“ Seit diesem Herbst studiert Jannes nun Kunststofftechnik an der Fachhochschule Osnabrück.

Sein besonderes Interessengebiet seien die Materialeigenschaften von Kunststoff – und insbesondere von Rezyklaten, schildert Jannes. Ein Arbeitsbereich, für den er bei TEKU® bereits intensive Praxiskenntnisse sammeln konnte. Bei TEKU® habe er die Verarbeitung von gebrauchten Kunststoffen kennengelernt, ein spannendes Aufgabengebiet, findet er: „Das ist wesentlich anspruchsvoller als die Produktion mit Neuware.“ Jannes kennt die Kritik an Kunststoff als Material, und er setzt sich mit der Verantwortung, die im Umgang mit diesem Werkstoff liegt, aktiv auseinander. „In der modernen Welt können wir nicht auf Kunststoff als Werkstoff verzichten. Für viele Anwendungen ist es das optimale Material. Darum möchte ich mit daran arbeiten, dieses Material so oft wie möglich und in möglichst hoher Qualität wiederzuwenden.“

Jannes freut sich sehr, als Werkstudent weiterhin zum Pöppelmann-TEKU®-Team zu gehören. „Die Betreuung während der Ausbildung war sehr gut. Ich habe mich hier zu 100 Prozent gut aufgehoben gefühlt.“ So wird er auch künftig nicht nur nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis seinen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Kunststoffverarbeitung leisten. Denn es ist das erklärte strategische Ziel aller Divisionen bei Pöppelmann, Produkte für eine echte Kreislaufwirtschaft auf den Markt zu bringen. Die Konzepte dafür werden in der Unternehmensinitiative PÖPPELMANN blue® entwickelt. Jannes ist überzeugt: „Der Weg, den Pöppelmann geht, ist der absolut richtige.“

 

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