Hilfe für junge Menschen in Not

Auch im Unternehmen Pöppelmann hat die Pandemie beliebte Traditionen wie beispielsweise die große Weihnachtsfeier am Ende des Jahres vorübergehend außer Kraft gesetzt. Doch im Kern konnte Corona das Engagement im Unternehmen nicht mindern.

Trotz Corona-Kontaktbeschränkungen kamen bei der Weihnachtsspendenaktion 2020 des Pöppelmann-Betriebsrates insgesamt 22.442,38 Euro zusammen. Die Summe setzt sich zusammen aus der Spendensammlung des Betriebsrats, deren Ergebnis wie in den Vorjahren von der Gesellschafterfamilie verdoppelt wurde. Die Beteiligten freut dieser beachtliche Betrag besonders auch angesichts der Tatsache, dass die Spendensammler diesmal nicht wie sonst üblich mit ihren Spendendosen im Unternehmen ausschwärmen konnten.

Traditionell verteilt der Betriebsrat den Erlös auf Grundlage von Vorschlägen aus der Belegschaft auf drei gemeinnützige Vereine oder Organisationen. So erhalten nun in diesen Tagen die Peter-Maffay-Stiftung, das Kinderhospiz Löwenherz und der Verein Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche Lohne e.V. jeweils eine Überweisung in Höhe von 7480 Euro.

Pöppelmann-Betriebsratsvorsitzender Dieter Staggenborg dankt allen Kolleginnen und Kollegen, die sich auch in diesen schwierigen Zeiten an die Seite von Menschen in Notsituationen stellten. „Dies beweist, dass die Solidarität, die zu den Grundlagen unserer Unternehmenskultur gehört, unseren Mitarbeitenden auch außerhalb des Betriebs überaus wichtig ist.“ Doris Böckmann, Betriebsrätin und rührige Organisatorin der Aktion, fügt hinzu, dass die Beschäftigten zudem in der Adventszeit 120 Wunschzettel im Rahmen der Weihnachtsaktion des Lohner Jugendtreffs für bedürftige Familien einlösten.

Im Namen der Gesellschafterfamilie erklärt Maximilian Forst, Mitglied des Unternehmensbeirates: „Wir sind beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Pöppelmänner und -frauen. Der langanhaltende Erfolg dieser Weihnachtsaktion ist für uns auch ein Zeichen des Zusammenhalts, der ganz im Zeichen der von unseren Großeltern Josef und Gertrud Pöppelmann geprägten Firmentradition steht. So ist es für uns einmal mehr eine große Freude, das Ergebnis verdoppeln zu können.“

Die drei begünstigten Vereine werden das Geld nun für folgende Zwecke einsetzen:

Die Peter-Maffay-Stiftung unterstützt Kinder und Jugendliche, die beispielsweise durch Gewalt, Trauer oder soziale Probleme traumatisiert wurden. Der Verein ermöglicht jeweils Gruppen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern therapeutische Ferienfreizeiten. Vereinsgeschäftsführer Albert Luppart erklärt: „In unseren Einrichtungen, die wunderschön in die Natur eingebettet sind, erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, den Alltag eine Weile hinter sich zu lassen, sich zu erholen und Kraft zu schöpfen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, diese wertvolle Arbeit weiterzuführen, wofür wir uns ganz herzlich bedanken!“

Das Kinderhospiz Löwenherz in Syke nimmt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzend verlaufenden Krankheiten auf. Zusätzlich bietet der Verein mit seinen ambulanten Kinderhospiz-Stützpunkten in Bremen und Niedersachsen betroffenen Familien Begleitung und Unterstützung an. Sprecherin Nicole Schmidt verweist auf ein ganz neues Löwenherz-Angebot für Familien, die ein Baby mit einer lebensbegrenzenden Erkrankung erwarten. Sie würden schon ab dem Zeitpunkt der Diagnose, also auch während der Schwangerschaft, unterstützt. „Im Namen aller Löwenherzen sagen wir allen ganz herzlich: Danke!“

Sehr froh über die Spende äußert sich auch Benno Pille, erster Vorsitzender des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. in Lohne. „Wir möchten uns bei allen bedanken, die diese Zuwendung für unsere Vereinszwecke ermöglicht haben“, sagt er. Das Geld werde schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familie zur Unterstützung in einer Krisensituation zu Gute kommen. „Wo Not am Mann oder an der Frau ist, helfen wir flexibel und unbürokratisch.“ Mit einer schweren Diagnose entständen nicht selten plötzlich große finanzielle Sorgen – zum Beispiel, wenn sich ein Elternteil von der Arbeit freistellen lassen müsse. Pille: „Natürlich prüfen wir jeden Einzelfall.“ Der Vereinsvorsitzende betont: „Bei uns fließen keinerlei Gelder in die Verwaltung. Die Spenden gehen zu 100 Prozent in die Finanzierung der Angebote, mit denen wir Betroffenen und Angehörigen in schwierigen Zeiten beistehen.“